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DER BODHISATTVA JIZO  

erschienen in der Zeitschrift : Sangha – 6 – Februar/März 2004

Der Bodhisattva Jizo ist der Schirmherr der Kinder, der Pilger und der Reisenden; in Sanskrit ist sein Name Ks.itigarbha, auf chinesisch Ti-tsang.

Im Japanischen ist Jizo aus folgenden Kanji zusammengesetzt: ji, Erde, Welt und zo, Gebärmutter, Schatz, Speicher.

Jizo, «Gebärmutter der Erde», «Schutzherr der grossen Erde» ist einer der vier wichtigsten Bodhisattvas im Mahayana-Buddhismus; er sammelt alle Verdienste in sich an und verteilt sie unter verschie- denen Formen weiter. Er hat zwei unvergessliche Gelübde abgelegt :

«Erst wenn alle Höllen leer sind, will ich ein Buddha werden.»

« Erst wenn alle Wesen die Erleuchtung erlangt haben, will ich ins Nirvana eingehen. »

Es heisst, dass Jizo im Nirvana weilte, als er in Shakyamunis Zeitalter beschloss, auf die Erde zurückzukehren, um bis zum künftigen Erscheinen des Buddha Maitreya alle Wesen durch die Finsternis hindurch zu führen. Er stellt den Befreiung Suchenden keine Bedingungen und beschliesst, all Jene zu retten, die auf den sechs Pfaden der Wiedergeburt irren und die möglicherweise nicht Reue tun oder Amithaba anflehen, die vielleicht gar über dessen Existenz im Unwissen sind. Ausserdem geht er unter den Wesen auf den Pfaden der Wiedergeburt, man findet ihn vor allem in den Höllen und insbesondere in Sai-no-kawara wo die kleinen Kinder leiden. Er nimmt sie bei den Händen, ist liebevoll wie ein alter Mönch und spricht und spielt mit ihnen. Er ist der Buddha, den man als «Buddha in der Hölle » bezeichnet. Deshalb wird er mit einem Pilgerstab, Shakujo dargestellt. Am Ende dieses Stabs hängen sechs Kupferringe, die beim Gehen klingen, um die Menschen aus ihren Träumen und Illusionen zu erwecken. Diese Ringe symbolisie- ren die sechs Welten der Irrwanderungen, das

 

Samsara: die Hölle, die Tierwelt, die Welt der hungrigen Wesen, der Krieger, der Menschenwesen, und die himmlische Welt.

Die Kunstwerke stellen ihn im Gewand eines Novizen oder als jungen buddhistischen Asketen mit geschorenem Kopf dar, als Kennzeichen für seinen Eifer, in die Welt der Leiden zu gelangen.

Das zweite Merkmal des Bodhisattva Jizo ist der Edelstein Cintamani, der alle Wünsche verwirklichen kann. Manchmal wird er als glänzende Perle dargestellt, manchmal als Diamant aus drei Steinen, der für die drei Schätze, Buddha, Dharma, Sangha steht.

Wenn Jizo in die Welt der Verwirrung und Finsternis herabsteigt, zieht der Glanz des Edelsteins Cintamani die Wesen an, und sie kommen, um das Dharma zu erblicken und zu vernehmen.

Die Tugenden, die man dem Bodhisattva Jizo, dem Schirmherr der Erde zuschreibt sind: Gleichmut, Wohlwollen, Nicht-Angst, volle Verantwortung, Lebensfreude und ein unerschütterlicher Optimismus. Mit diesen Kräften und Tugenden ausgestattet hat er vor Buddha Shakyamuni das Gelübde abgelegt, allen Wesen auf dem Weg zur Befreiung zu helfen.

Auch heute noch ist die besondere Gestalt von Jizo, Mizuko Jizo, in Japan sehr beliebt. Man sieht ihn mit einem Kind auf dem lin- ken Arm und mehreren andern Kindern, die sich zu seinen Füssen an seine Robe klam- mern.

Die Kanjis mizu-ko werden wörtlich mit «Wasser-Baby» übersetzt. Damit sind nicht nur ungeborenene Kinder gemeint, sondern auch Säuglinge bis zu zwei Jahren, die zu schwach sind, um aus eigener Kraft zu über- leben und die sich in einem Zwischenzustand der Existenz befinden.

Wenn ein Wesen in dieser Situation stirbt, können sich die Eltern an Jizo wenden, damit er an ihrer Stelle für seine Bedürfnisse in die- sem Zwischenzustand aufkommt.

Bei dieser Gelegenheit stellt man das Bild des Bodhisattva auf das Grab des Kindes oder auf den Familienaltar und führt die Mizuko-

kuyo-Zeremonie durch (kuyo: geben, näh- ren).

Diese buddhistische Zeremonie ist auch im heutigen Japan noch üblich und wird respek- tiert. Nach dem Desaster des Zweiten Weltkrieges gab es bis in die sechziger Jahre wegen der grossen Leiden und Entbehrungen zahlreiche Fehlgeburten und Abtreibungen; erstaunlicherweise nahmen viele Menschen Zuflucht zum unerschöpfli- chen Mitgefühl des Bodhisattva Jizo.

Gregor Stehle

Quellen : Jan Chozen Bays, Jizo Bodhisattva, Shambhala Puplications, 2003. Akira Sadakata, Cosmologie bouddhique, Sully-Verlag, 2002.

Mizuko Jizo, Schirmherr der Kinder (Skulptur des Autors im Zentempel Kyumonji – Weiterswiller).

 

 

FUGEN BOSATSU der allumfassende Gute

erschienen in der Zeitschrift : Sangha – 8 – Juni 2006

Fugen Bosatsu, skt Samantabhadra, gehört zu den vier bedeutendsten Helfer/Beschützerfiguren im Mahayana-Buddismus, der Gruppe der höchsten Bodhisattvas :

Kannon/Avalokitesvara (Mitgefühl), Monju/Manjusri (Weisheit), Fugen/ Samantabhadra (Praxis) und Jizo (Geduld, Glauben).

Sein indischer Name, Samantabhudra, setzt sich zusammen aus den Wörtern Samanta, « uni- verselle Pforte » und Badhra, ein Begriff für den positiven Aspekt, gut, freundlich, glücklich, wohlwollend.

Der allumfassende Gute also gilt als Beschützer derer, die das Buddha-Dharma lehren und ausüben. Er verkörpert die Weisheit der Wesensgleichheit, der Einheit von Gleichheit und Verschiedenheit.

Als Bodhisattva hat er keinen festen Wohnsitz. Er kann sich zwar nicht wie Avalokitesvara in jede beliebige Form verwandeln, doch besitzt er die Fähigkeit, sich überall im ganzen Universum aufzuhalten. In einer indischen Beschreibung wird von ihm gesagt, dass in jeder Pore seiner Haut das ganze Universum Buddhas und aller Bodhisattvas enthalten ist.

Samantabhadra ist im letzten Kapitel des Lotus-Sutra der Held, der alle Lebewesen ermu- tigt, das Buddha-Dharma zu praktizieren, selbst nach dem Eingehen Shakyamunis ins Parinirvana (Kapitel 28 : « Die Ermutigung des Bodhisattvas Samantabhadra »). In diesem Text verspricht er dem Buddha wörtlich : « Wo immer ein Mensch die Anstrengung unternimmt, das Buddha- Dharma auszuüben will ich, Samantabhadra unverzüglich auf meinen sechsrüsseligen weis- sen Elefanten-König steigen, mit einer Schar von Bodhisattvas zu diesem Ort gehen und, indem ich mich selber zeige, diesem Menschen dienen und ihn beschützen, sein Gemüt beruhigen und ihm Trost spenden. »

Fugen Bosatsu hat seinen Platz im buddhisti- schen Pantheon rechts von Shakyamuni Buddha, gegenüber Manjusri, zu seiner Linken. Während

Manjusri die höchste Weisheit Hannya verkör- pert, setzt Fugen Bosatsu diese in die Tat, gyo, um. Disziplin, aktive Weisheit und Ausdauer sind seine Tugenden.

Er wird immer auf einer Lotusblüte in Meditationshaltung sitzend abgebildet. Manche Figuren zeigen ihn mit einem Zepter, andere mit dem Chanti-Juwel, das die Kraft hat, alle Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Es gibt auch seltene Darstellungn wo Fugen mit einer Schriftrolle, dem Lotussutra in der rechten Hand gezeigt wird.

Die einfachste und allgemein bekannteste Form zeigt Samantabhadra mit in Gassho gefal- teten Händen. Diese Haltung drückt seine Ehrerbietung und seinen Respekt gegenüber sei- nem Meister Shakyamuni Bouddha aus, dem er geschworen hat immer zu dienen.

Der sechsrüsselige weisse Elefanten-König wurde schon im Hinduismus als Träger der Welt und als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Mit seiner weissen Tönung soll der Elefant einer Wolke gleichen, die befruchtenden Regen spendet. In der hinuistischen Liturgie spricht man sogar von kosmischer Milch.

Der Elefant ist auch das Symbol für die Kraft, die alle Hindernisse überschreitet und daher der Ausdruck von gyo, der Anwendung/Praxis selbst.

Es gibt verschiedene Erklärungen für die Symbolik seiner sechs Rüssel : die sechs Welten des Samsara, die sechs Sinne oder die sechs Tugenden unserer Praxis (Gabe, Anstrengung, Disziplin, Geduld, Konzentration, Weisheit).

In Japan ist er unter dem Namen Fugen seit dem 8. Jahrhundert bekannt.

Gregor Rino Stehle

 

KANNON, 1000 ARME, 1000 GESICHTER, SIE SIEHT ALLES, SIE HÖRT ALLES

erschienen in der Zeitschrift : Sangha : Februar/März 2005

Wenn Menschen seinen Namen anrufen, kann der Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon auf japanisch, Avalokitesvara in Sanskrit, Guan-yin auf chinesisch, unzählige Gestalten annehmen, um ihnen zu helfen.

Es wurden 130 künstlerische Darstellungen identifiziert. In den Texten werden insgesamt 108 Erscheinungsformen beschrieben, die laut dem Lotus-Sutra mit 33 Hauptgestalten in Verbindung gebracht werden können. Die hier erwähnten neun Darstellungen sind die neun meist beschriebenen und verehrten Getalten.

1) Sho-Kannon (Aryavalokitesvara)

Sho-Kannon hält in der linken Hand eine Lotusblume, manchmal in einer Vase, als Symbol des universellen Mitgefühls. Ihre rechte Hand öffnet sich in der Geste des Erhörungsmudras. Sie hat zwei Arme und einen Kopf, daher ist sie auch bekannt als die “einfache Kannongestalt”, die unserer menschlichen Gestalt am meisten ähnlich sieht. Jeder der sechs Welten wird eine spe- zielle Kannongestalt zugeschrieben. Sho- Kannon gilt als die Beschützerin der Hölle.

2) Senjo Kannon (Sahasrabhuja)

Kannon “mit tausend Armen” hat elf Köpfe und aus praktischen Gründen meist nur vier- zig Arme ; aber es heisst, jede ihrer Hände könne 25 Welten retten : 25 x 40 = 1 000. In jeder Handfläche hat sie ein Auge, und ihre Hände halten verschiedene Gegenstände, die mit jeder dieser Welten zu tun haben. Sie beschützt die hungrigen Geister.

3) Juchimen Kannon (Ekadasamuhka)

Es ist ein Bodhisattva der Kenntnis. Ihre elf Köpfe symbolisieren die verschiedenen Aspekte der Kraft ; in ihrer Krone trägt sie ein Abbild von Amida, dessen Gehilfin sie ist. Sie sieht alles, und mit ihrer unbesiegbaren Ueberzeugungskraft besänftigt sie alle, die sich durch zu heftige Diskussionen in die Welt der Asura (Krieger) begeben.

4) Nyo-i-rin Kannon (Cintamani cakra)

Diese Kannon wird immer sitzend dargestellt. Jeder ihrer sechs Arme ist einer der sechs Welten zugeordnet. Dazu gehört die Welt der Götter, der diese Kannon angehört. In einer Hand hält sie den kostbaren Cintamani- Diamanten, der alle Wünsche erhören kann. Durch ihre Symbole steht diese Gestalt dem Bodhisattva Jizo sehr nahe.

5) Bato Kannon (Hayagriva)

Der Gesichtsausdruck dieser Kannon ist furchterregend, ein Pferdekopf ragt aus ihrer Haartracht. Diese Erscheinungsform geht auf die hinduistische Gottheit Hayagriva zurück, die Vishnu mit einem Pferdekopf darstellt. Deshalb gilt sie als Beschützerin der Tierwelt.

Bato Kannon (Hayagriva)

6) Ye-I Kannon (Palasambri)

Diese Kannon trägt ein Gewand aus Blättern und hat zwei oder vier Arme.

7) Bai-I Kannon (Pandurasini)

Sie trägt ein weisses Gewand und hat zwei Arme. Pandu wird mit “blass” übersetzt. In China war diese Kannon in ihrer weiblichen Form sehr beliebt unter den Namen “Weisse Tara” oder “Weisse Guan-yin”.

8) Fukukenjakukannon (Amoghapasa)

“Derjenige, der das Leiden kennt”. Dieser Bodhisattva trägt immer ein Lasso oder ein Netz (kenjaku) bei sich, ähnlich wie die Fangnetze für Vögel oder Insekten. Er hat vier Paar Arme, von denen eines in Gassho ist. Alle Hände bilden Mudras und halten symbolische Gegenstände wie zum Beispiel die Lotusblume (Symbol des Mitgefühls), das Netz (zum Einfangen von Dieben oder Menschen, die sich in ihren Illusionen verfan- gen haben) oder das Cintamani-Kleinod (Allmacht). Dem Gläubigen bringt er Hoffnung und geistigen Frieden. Er trägt ein drittes Auge auf der Stirn. Weitere

Leben mit den Buddhas Vortrag im Dojo Heidelberg , 2007

Ein Buddha ist zualler erst nicht der Schöpfer des Universums, er ist das Universum. Also nicht vergleichbar mit dem chrislichen Gott im klassischen Sinne, der die Welt in 7 Tagen erschaffen hat. Buddha existiert nicht, als ein Seiendens , das wir irgend wo da draussen vorfinden könntent,würden wir nur intensive danach suchen. Buddha ist nicht jemand dem wir uns gegenüberstellen könnten, im Sinne eines Dialogs also können wir uns auch nicht mit Ihm vereinen, wie die Mystik dies uns in Beziehung zu Gott vorgelebt hat. Was oder Wen meinen wir eigentlich wenn wir Buddha ansprechen? Ohne von unseren Vorstellungen von Buddha getäuscht zu werden. Dieser Vortrag möchte darauf eine Antwort geben, die, und das bitte ich zu berücksichtigen, gestellt wird aus meinem Leben als Mönch in der Soto-Zen Traditon heraus und zugleich von dort eine lebendige Antwort erhält.

Der Buddhismus fängt dort an wo wir aufhören in der Welt der Erscheinungen etwas zu suchen, und sei es auch etwas nicht sichtbares oder nicht existentes, etwas uneklärbares oder absolutem, sondern wir beginnen in dem Moment uns auf wirklich den Weg eines Buddhas zu begeben wenn wir das Licht nach innen wenden , wie es der Begründer unserer Schule der japanischen Soto-Zen Schule,

Meister Eihei Dogen, im 13 Jh . sehr einfach und klar zur Sprache gebracht hat . Das Licht nach innen wenden, anfangen sich selbst anzuschauen, mit sich selbst vertraut werden ist mit Buddha vertraut werden.

Buddha im alten Indien wurde jemand genannt, der das Erwachen erlangt hat. Buddha ist also nicht ein Nachname wie Müller oder Maier. Es ist nicht Buddha der das erwachen erlangt hat, sondern Gautama Siddharta wurde nach seinem Erw achen , Shakyamuni Buddha genannt. Der Erwachte aus dem Shaka Klan und zu was ist dieser nun erwacht, zu sich selbst zu nichts ausserhalb von ihm selbst und dadurch zum ganzen Universum.

Also was hat der Stiftungsvater dieser Religion, der ehrenwürdige Shakyamuni Buddha ,er lebte vor ca. 2500 Jahren in Indien und wenn wir von Buddha reden, meinen wir meistens unausgesprochen diese historische Peson. Also was hat dieser schon lang verstorbene Mensch mit uns, diesem Selbst , das jeder von uns ist und das wir anschauen können, vertraut werden können, nun gemein ? Wäre es nicht ratsamer den Buddismus selbst, seine Schriften, Riten, Gebräuche zu studieren oder die Geschichte oder Buddha Shakyamunis Biografie ? das wäre doch im wissenschaftlichen Sinne logischer und erkenntnisreicher, wie eine so unbedeutende Person wie wir uns doch selber gerne sehen , zu studieren?

Es ist eben möglich hier und jetzt anzufangen, und erschauen , da das Erwachen nicht in die Dimensionen von Zeit und Raum wie wir sie als wissenschaftliche Begriffe der Physik oder der Geschichtsschreibung kennen. Erwachen ist immer möglich, da es immer schon ist, immer hin hat sich Shakyamunie dazu erweckt, und erfreut darüber ausgesprochen : ? Oh wie wunderbar ,ich und alle Wesen habe sich gleichzeitig erweckt? Dies konnte er sagen da alles schon erweckt war und nur auf das Erwachen Buddhas gewartet hat, damit er es ausspach . und mit diesen allen Wesen , meint er nun mal auch uns, auch wenn wir vielleicht nichts anderes tun als den ganzen Tag daran zu zweifeln. Denn im Erwachen greifen die Begriffe Vergangenheit ,Gegenwart und Zukunft nicht mehr.inNur soviel Zen-buddhistische Weisheit, um ihnen zeigen zu können dass wenn wir Buddha sagen, sich ein Buddha mit einem Buddha unterhält.wenn wir uns selbst studieren, einen Buddha studieren ..dann werden wir langsam damit vertraut was wir eigenlich schon immer waren im Sinne, in dem wir es einfach sind.

Wenn wir nun eine kleine Reise durch den buddhistischen Patheon machen werden, kommen wir gleichzeitig an Orten und Situationen Ritualen und Gesten vorbei , die dem Menschen der mit den Buddhas lebt vertraut sind. Schon wie bei den alten Griechen ist der Mythos und der Kult untrennbar, ja sogar ein und das selbe.

Im Lankavatara Sutra , eines der wichtigest und für das Zen in China einflussreichsten Texte aus dem 4 JH, wird uns gelehrt « Alles ist reiner Geist « dies will sagen, dass diese Welt in die wir nun eintauchen reiner Geist ist, solange ! wir keinen Unterschied machen zwischen einem Subjekt und der Welt als Objekt der Betrachtung, solange wir nicht wie es der grosse Meister Eihei Dogen shon ausdrückte ? auch nur den geringsten Spalt und sei er nur so klein wie ein Haar zwischen uns und dem was wir als Welt erleben vermeiden, nicht aufkommen lassen ? Dann ist die Welt ein Traum und das Erwachen ein Erwachen in einem Traum zu einem Traum (Shobogenzo Kapitel 38 ? ein Traum in einem Traum lehren ?)

Ich lebe seit seiner Gründung vor 8 Jahren in einem der ersten Zen-buddhistischen Klöster der Soto- Zen Tradition in Europa.

Ich bin dort der Koch und organisiere die Zeremonien, als studierter Künlster , habe ich viele der wichtigesten Altarfiguren hergestellt.

Jeden morgen stehen wir um 6. OO auf und begeben uns in die Mediations Halle dem Dojo um für 90 Minuten in Stille zu sitzen in Zazen, in diese Welt in der Traum und Realität nicht zwei sind. Auf dem Alter ,der immer das Zentrum eines Raumes besetzt finden wir eine Figur die Manjusri Bosatsu heisst. ist dies ein Buddha ? Manjusri ist der Träger der Weisheit und ein Bodhisattva. Auf einem Lôwen sitzend, trägt er in der einen Hand das Sutra der höchsten Weisheit, das Praja Paramita , und in der anderen einen Schwert, mit dem er allen Dualismus an seiner Wurzel abschneidet.

Manjusri sitzt auf seinem Löwen auch manchmal ganz einfach in Zazen, dies ist seine ruhige und für den Ort der Mediation , dem Dojo , gängingste Darstellung . Zazen auf einem Löwen machen , Was verbindet ein Löwe mit Weisheit ? Zazen mit der Weisheit zu tun und uns mit dem Löwen und der Weisheit. Ganz einfach: Die höchste Weisheit, wie sie im Diamantsura , erklärt wird , schneidet die Anhaftung an Begriffe von Sein oder Nichtsein von Tonfigur und lebende Menschen von Subjekt und Objekt usw. ab, damit es gelingt einzutauchen in das was als das Erwachen beschrieben wird, dem ? alles ist reiner Geist ?. Der Löwe ist das mächtigest edelste s tärksteTier sowie die Weisheit Prajna, die höchste und edelste ist, von ihr wird gesagt sie hätte die Kraft einen Diamenten durchschneiden zu können.

Genau das er-eignet sich in Zazen, wenn wir sitzen wie ein Buddha, in der Haltung des Erwachens. Und genau da zeigt sich Manjusri im Dojo. Er ist das Spiegelbild unseres eigenen reinen Geistes. Und der Geist ist im Spiegel Manjusris rein und klar.

askulptur. NA ALSO ? nicht klarer und irgend doch wundersam, traumhaft könnte man es ausdrücken . die Welt die nicht zwei ist. das was als DER DHARMA benannt wird. Wenn die Weisheit, die darüberhinaus führt, lebendig ist, nicht gestört durch unsere Unwissenheit und Zweifel. verschmelzen der Mythos und der Kult.

Nun liegt dort ein Stock auf dem Manjusri-Altar, der vom Meister benutzt wird um abundzu eine Runde zu drehen schleichend und achtsam wie ein Löwe auf der Jagt und jedem der es signalisiert einen Schlag auf die Schultern gibt, das knallt und richtet die Haltung auf und reinigt den Geist und massiert die Muskeln.

Dieser Stock liegt immer mit dem Griff nach links auf dem Altar ; so dass ihn Manjusri der uns gegenüber sitzt, mit seiner rechten Hand packen kann, wenn der Meister den Stab stellvertratend für Manjusri-Bosatsu ergreift muss er diesen Stock mit gekreuzten Armen nehmen ,so dass er ihn ebenso mit der rechten Hand am richtigen Ende greift.

Ich hoffe ihnen ist das bildlich vor Augen . Es ist ein ein lebendiges Beispiel wie wir mit den Buddhas leben und sie mit uns.

Nach dem Sitzen in Stille gehen wir in eine andere Halle , dem Hatto , die Zeremonien Halle, dort steht traditionelle Kannon bosatsu der Bodhisattva des Mitgefülhs auf dem Altar Der Name Bodhisattva taucht nun zum zweiten Mal auf. Buddhas sind die erwachten und damit in sich ruhenden Wesen. ein Buddha war irgendwann mal Bodhisattva , das heisst jemand der die Buddhaschaft anstrabt; Der Bodhisattva wurde zum Lebens-Ideal im Mahayana Budhismus. Eine Edelritter, voller Güte und Mitgefühl, der es vorzieht allen Lebewesen zu helfen anstatt sich an seiner eigenen Buddhaschaft zu erfreuen. Auf japanisch heisst Kannon-bosatsu, ihnen vielleicht eher bekannt unter dem indischen Namen Avalokitesvara , ? der ,der die Klänge der Welt hört ? Mit den Klänge sind gemeint die Sorgen und ?ngste, Zweifel und Wünsche der Menschen. Also an diesem Ort, der Halle des Bodhisttva des Mitgefülhls , machen die Mönche und Nonnen nichts anderes als Zeremonien abhalten zum Wohl aller Wesen , zum Gedenken der Ahnen. Sterbeszeremonien . Allumfassendes Mitgefühl wird dort in Form von Ritualen und Gesten , Gesängen und Widmungen gelebt und dem Kannon-bosatsu dargereicht , in der Bitte diese Kraft an den rechten Stellen zu verteilen. Kannon wird mit bis zu tausend Armen und Augen dargestellt. Er sieht alles und kann an vielen Orten gleichzeitig sich aufhalten. Jeder kennt dieses Gefühl, nicht genügend Zeit, Kraft, Geduld, Entschlossenheit, Weisheit .. finazielle Mittel, Körper, Arme ,Augen zu haben, um überalle wo wir gerne möchten helfen zu können oder anwesend zu sein.

Mitgefühl ist aber nicht nur eine Art gutes Handel, im ethischen Sinne sonder zu aller erst ein Aspekt des Seins des Universums selbst., sowie die Weisheit , einen anderen allumfassenden Aspekt beschreibt. Alles ist schon immer waltendes Mitgefühl , die Sonne wärmt , ist Mitgefühl. der Regen nâsst, ist Mitgefühl , alles und marg es uns so natürlich und unwichtig erscheinen ist absichtloses Mitfühlen. Wenn keine Trennung mehr existiert zwischen uns und den/ dem anderen, zeigt sich Mitgefühl, die allumfassende Liebe. Das Aufheben der Trennugn erlangen wir durch Weisheit und so ergenzt sich die beiden Aspekte der

Hat er nur einen, dreht er sich im Kreis, mit zwei gleich starken gesunden Flügel, kann der Vogel gerade aus fliegen. Mitgefühl und Weisheit sollten gleich ausgebildet sein, dann können wir gerade aus durchs Leben gehen, leibevoll handeln und wohlwollende Worte aussprechen.

Eine der vielen Zeremonien ist den Vorfahren gewitmet , insbesondere Shakyamuni Buddha. Der Name ist ihnen bekannt, es handelt sich um den historischen Buddha,

Wir sagen spontan Danke wenn uns jemand etwas schenkt oder reicht oder hilft. In der Wirklichkeit des Dharmas, das nie entstanden noch vergangen ist, zählen 2500 Jahre nicht viel .Uns so können wir danke sagen an alle unsere Vorfahren, die es uns, dank ihres Erwachens, ermöglichen heute hier zu sein an dieser Stelle. Es ist also etwas ganz spontates etwas was stattfindet, wie bitte …danke, wie im alltäglichen gebrauch zwischen zwei Menschen. Zeremonien abhalten sollte nichts aussergewöhliches noch mysteriösen werden.

Es ist einfach mit den Buddhas leben wie mit seinen Mitmenschen oder wie Buddhas mit Buddhas leben. Menschen mit Menschen.

Nachdem die Zeremonien abgeschlossen sind, verlassen wir gemeinsam die Buddha-Halle und begeben uns in den Speisesaa,l um das Frühstück zu uns zu nehmen . Es ist jetzt ca. 8.15 .

Leben mit den Buddhas meint wirklich den Alltag leben, wie ein Buddha und in diesem Alltag gibt es keine Pausen, keine Momente wo wir nicht wie ein Buddha leben, denn wir selbst wenn wir ganz alleine sind dort wo uns niemand zuschaut im privaten, selbst dort leben wir mit Buddha, denn wir leben immer unser Leben, wir können uns dieser Realität nicht entziehen, vor ihr flüchten oder sie bestreiten.

Dieser gewöhnliche Körper und Geist ist Buddha. Das ist so ungefähr die kürzeste und zugleich radikalste Aussage , die wir darüber machen können.

Also selbst beim Frühstück und so frühstücken wir nach alter Tradition, die uns von unseren Vorfahren und Buddhas, weitergegeben wurde. Das heisst wir drücke mit dem Körper den Weg aus. Deshalb essen wir aufrecht sitzend , mit unseren Mönchs-Schalen, und Rezitieren ein Sutra, das unseren Dankbarkeit darüber ausdrückt , das wir jetzt diese Nahrung erhalten können , dabei danken wir nicht nur dem Koch und den Umständen sondern auch den 10 Buddhas. Dank und Respekt sind sehr sehr wichtige und tiefe religösees Gefühl .

Wer dankt, gibt seine Gier auf , er wird demütig . Es ist reine Liebe, ohne Absichten. Jeder, wenn er etwas geschenkt bekommt und bedankt man sich spontan, schickt vielleicht Blumen oder eine Karte… oder ein Lächeln .. zurück. Das selbe passiert ihn der geistigen Welt. Allen Buddha danken durch unsere tägliches Tuen, das ist das Leben eines Menschn, der Schüler Buddha geworden ist.

Vor dem Früstück rezitieren wir das Leben des Shakymuni Buddha. dem historischen Buddha. Sich an sein Leben zu errinnern erinnert uns an unser Leben.

Busho Kapira Jodo Makada

angenheit ,Gegenwart und Zukunft nicht mehr.in denen sich unsere Denken aufhält und worin die Zweifel daran gründen.

Nur soviel Zen-buddhistische Weisheit, um ihnen zeigen zu können dass wenn wir Buddha sagen, sich ein Buddha mit einem Buddha unterhält.wenn wir uns selbst studieren, einen Buddha studieren ..dann werden wir langsam damit vertraut was wir eigenlich schon immer waren im Sinne, in dem wir es einfach sind.

Wenn wir nun eine kleine Reise durch den buddhistischen Patheon machen werden, kommen wir gleichzeitig an Orten und Situationen Ritualen und Gesten vorbei , die dem Menschen der mit den Buddhas lebt vertraut sind. Schon wie bei den alten Griechen ist der Mythos und der Kult untrennbar, ja sogar ein und das selbe.

Im Lankavatara Sutra , eines der wichtigest und für das Zen in China einflussreichsten Texte aus dem 4 JH, wird uns gelehrt « Alles ist reiner Geist « dies will sagen, dass diese Welt in die wir nun eintauchen reiner Geist ist, solange ! wir keinen Unterschied machen zwischen einem Subjekt und der Welt als Objekt der Betrachtung, solange wir nicht wie es der grosse Meister Eihei Dogen shon ausdrückte ? auch nur den geringsten Spalt und sei er nur so klein wie ein Haar zwischen uns und dem was wir als Welt erleben vermeiden, nicht aufkommen lassen ? Dann ist die Welt ein Traum und das Erwachen ein Erwachen in einem Traum zu einem Traum (Shobogenzo Kapitel 38 ? ein Traum in einem Traum lehren ?)

Ich lebe seit seiner Gründung vor 8 Jahren in einem der ersten Zen-buddhistischen Klöster der Soto-Zen Tradition in Europa.

Ich bin dort der Koch und organisiere die Zeremonien, als studierter Künlster , habe ich viele der wichtigesten Altarfiguren hergestellt.

Jeden morgen stehen wir um 6. OO auf und begeben uns in die Mediations Halle dem Dojo um für 90 Minuten in Stille zu sitzen in Zazen, in diese Welt in der Traum und Realität nicht zwei sind. Auf dem Alter ,der immer das Zentrum eines Raumes besetzt finden wir eine Figur die Manjusri Bosatsu heisst. ist dies ein Buddha ? Manjusri ist der Träger der Weisheit und ein Bodhisattva. Auf einem Lôwen sitzend, trägt er in der einen Hand das Sutra der höchsten Weisheit, das Praja Paramita , und in der anderen einen Schwert, mit dem er allen Dualismus an seiner Wurzel abschneidet.

Manjusri sitzt auf seinem Löwen auch manchmal ganz einfach in Zazen, dies ist seine ruhige und für den Ort der Mediation , dem Dojo , gängingste Darstellung . Zazen auf einem Löwen machen , Was verbindet ein Löwe mit Weisheit ? Zazen mit der Weisheit zu tun und uns mit dem Löwen und der Weisheit.

Ganz einfach: Die höchste Weisheit, wie sie im Diamantsura , erklärt wird , schneidet die Anhaftung an Begriffe von Sein oder Nichtsein von Tonfigur und lebende Menschen von Subjekt und Objekt usw. ab, damit es gelingt einzutauchen in das was als das Erwachen beschrieben wird, dem ? alles ist reiner Geist ?. Der Löwe ist das mächtigest edelste s tärksteTier sowie die Weisheit Prajna, die höchste und edelste ist, von ihr wird gesagt sie hätte die Kraft einen Diamenten durchschneiden zu können.

Genau das er-eignet sich in Zazen, wenn wir sitzen wie ein Buddha, in der Haltung des Erwachens.

Weiter danken und erweisen Respekt den Vorfahren unserer Zen- Linie, die als lebendige Buddhas , die Lehre weitergetragen haben.

Dadurch , dass wir die zehn Namen Buddhas verehrt haben, respektieren wir das höchste und kostbarste im Menschen selbst. Dies zu nähren und zur Blüte zu bringen ist ein unser tiefster Wunsch.. um diesen zu verwirklichen brauchen wir Kraft diese wird uns gerade gegeben durch die Speise die vor uns steht.. nun ist es an der Zeit Essen zu fassen ….

In einem Kloster ist man in Stille.. wir konzentrieren uns ganz darauf einach zu essen, so respektieren wir die Nahrung und den Moment.. essen um Kraft zu sammeln um wieder geben zu können..

Leben mit den Buddhas ist , ein Leben zu führen wie ein Buddha also als ein Buddha

Keisan Zenji,1268-1325 der in Japan als der zweite Ursprung des japanischen Soto-Zen angesehen wird. schreibt in einer kleinen Schrift dem Zazen Yojinki, Merkbuch für die ?bung von Zazen. ? Wann man beständig Weihrauch brennt und Blumen darbringt, sind die guten Schützgötter

des Dharmas, die Buddhas und die Bodhisattvas zugegen und verleihen Schutz. Wenn man Bilder von Buddhas , Bodhisattvas und Arahts verehrt, vermögen alle Teufel und Dämonen nicht zu nahen.

Keisan Zenji, spricht von diesem Leben mit den Buddhas in einer sehr realen und praktischen Art. Alles was wir denken, kann ein Samen sein für Taten, die wir vollziehen werden oder die wir anziehen. also uns zustossen werden. Wenn er von Teufeln und Dämon spricht, beziehter sich auf alle unsere Gedanken, Zweifel , Wut , Eifersucht , Gier.. , wenn wir in unserem Geist die höchsten Aspekte verehren, sprich, die Buddhas und Bodhisattvas und Arahts , dadurch das wir sie wie Spiegle um uns heraum aufstellen. dann entwickeln wir nicht diese egozentrischen Gedanken, die Leiden verursachen bei uns und bei anderen. Sondern wir entwickeln den Buddha-Geist.,Dieser ist nichts anderes als der gewöhnliche Geist des Alltags , der sich nicht in die Fallen des Dualistischen Denkens begibt. Im Zen bleiben wir immer in dieser Realität und diese Realität in ihrer Soheit ist der Buddha-Geist, Innen und Aussen sind nicht zwei. Wir und die Buddhas sind nicht von einander getrennt. Wie könnten wir nicht leben mit den Buddhas? das wäre der Tot. Der unsrige oder der einer Kultur oder Zivilisation . Ob wir es nun Buddhas oder Götter nennen ,

ein Dichter wie Hölderlin weiss von diesem Tot als er diese Zeilen niederschrieb.

lDie Götter

Ihr guten Götter! arm ist, wer euch nicht kennt, Im rohen Busen ruhet der Zwist ihm nie,

Und Nacht ist ihm die Welt und keine Freude gedeihet und kein Gesang ihm.

Nur ihr, mit eurer ewigen Jugend, nährt In Herzen, die euch lieben, den Kindersinn,

Und laßt in Sorgen und in Irren Nimmer den Genius sich vertrauern.